Die Geburtsstunde des europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) ist der 5. Oktober 1973, an dem 16 europäische Staaten die Europäische Patentorganisation (EPO) gründeten. Bereits 1977 war es möglich eine europäische Patentanmeldung einzureichen, die in den vom Anmelder ausgewählten Mitgliedsstaaten Wirkung erlangte. Am 20.12.1978 – also genau vor 40 Jahren – wurde die erste Offenlegungsschrift EP 0000001 veröffentlicht. Seit dem Inkrafttreten des EPÜ hat sich die Anzahl der Mitgliedsstaaten von 16 auf aktuell 38 erhöht. Heute ist es sogar möglich in wenigen afrikanischen und einem asiatischen Land eine Validierung eines europäischen Patentes herbeizuführen, um damit in diesen nicht-europäischen Ländern Patentschutz zu erlangen. Die Attraktivität eines europäischen Patentes ist trotz der immer noch hohen Übersetzungskosten groß geblieben. Schon 1988 wurde das 100.000ste Patent erteilt, im Jahre 1991 das 200.000ste. Zuletzt wurden allein innerhalb des Jahres 2017 mehr als 100.000 europäische Patente erteilt. Bleibt noch zu hoffen, dass das hoffentlich bald kommende europäische Patent einheitlicher Wirkung sich einer ähnlichen Beliebtheit erfreuen wird.